APOTHEKE
DIPLOMATISCHE VERTRETUNGEN
DROGEN
EINKAUFEN
EINREISE
ELEKTRIZITÄT
FEIERTAGE
FOTOGRAFIEREN
GELDWECHSEL
GESUNDHEIT
GETRÄNKE
IMPFUNGEN - IMPFSCHUTZ
KLEIDUNG
KRIMINALITÄT+ VERHALTENSTIPPS
MIETWAGEN
POST
REISEZEIT
SPRACHE
TELEFONIEREN
TRINKGELD
UNTERKUNFT
VERKEHRSMITTEL
ZEITEN
ZOLL + GÜTEREINFUHR

REISEPLANUNG


APOTHEKE

Apotheken heißen auf brasilianisch farmácia, Medikamente sind medicamentos. Die Apotheken in Brasilien sind im allgemeinen gut sortiert und bis spät abends und auch sonntags geöffnet. Rezeptpflichtige Medikamente kann man gelegentlich auch ohne ärztliche Verschreibung erhalten.


DIPLOMATISCHE VERTRETUNGEN
Deutsche Vertretungen in Brasilien:

Deutsche Botschaft:
Av. das Nações, Lote 25, Brasilia
Tel. (0 61) 243-7466, 243-7401 / Fax 244-6063

Generalkonsulate:
Rio de Janeiro: Rua Pres. Carlos de Campos 417, Tel. (0 21) 553-6777 / Fax 553-0184
Sao Paulo: Av. Brig. Faria Lima 1383, Tel. (0 11) 814-664
Curitiba: Av. João Gualberto 1273, Tel. (0 41) 252-4244
Porto Alegre: Rua Prof. Annes Dias 112, Tel. (0 51) 224-9592
Recife: Av. Dantas Barreto 191, Tel. (0 81) 424-3448

>>weitere Infos: www.auswaertiges-amt.de

Brasilianische Vertretungen in Deutschland

Botschaft der Föderativen Republik Brasilien
Wallstraße 57
10179 Berlin
Tel. 030-72 62 8-0
Fax 030-72 62 8-320
Öffnungszeiten Mo. - Fr. 08.30 - 13.30 Uhr
Amtsbezirk: Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein
Konsularabteilung - Tel. 030-72 62 8-600
Handelsabteilung - Tel. 030-72 62 8-111/115/116
Kulturabteilung - Tel. 030-72 62 8-131/211
kultur@brasemberlim.de
Presseabteilung - Tel. 030-72 62 8-262/311
Verwaltungsabteilung - Tel. 030-72 62 87 00

www.brasilianische-botschaft.de
brasil@brasemberlim.de

Generalkonsulate der Föderativen Republik Brasilien

Hansaallee 32a+b
60322 Frankfurt am Main
Tel. 069-92 07 42 0
Fax 069-92 07 42 30
Öffnungszeiten Mo., Di. Mi. Fr. 09.00 - 13.00 Uhr, Do. 10.00 - 13.00 und 15.00 - 18.00 Uhr
Amtsbezirk:   Länder Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Nordrhein-Westfalen und Thüringen

Sonnenstraße 31 (4. Etage)
80331 München
Tel. 089-2 10 37 6-0
Fax 089-29 16 07 68
Öffnungszeiten Mo. - Fr. 09.00–15.00 Uhr
Amtsbezirk:   Länder Bayern und Baden-Württemberg


DROGEN

Obwohl es nicht sehr schwer ist, in Brasilien an Drogen zu gelangen, sollte man dennoch die Finger davon lassen. Die brasilianische Polizei ist sehr rigoros und brasilianische Gefängnisse keine Luxusherbergen!


EINKAUFEN

Brasilien ist ein Einkaufsparadies! Aufgrund des derzeitigen Kurses können Sie manches Schnäppchen machen. Insesonders in Sachen Bademode ist Brasilien absolut top und auch preiswert. Schuhe und Freizeitmode sind ebenfalls zu einem günstigen Preis zu erhalten.

Dies gilt im übrigen auch für Schmuck. Die Schmuck-Kreationen des deutschstämmigen Brasilianers H. Stern sind international bekannt.

Darüber hinaus bietet Brasilien, regional unterschiedlich, eine breite Palette an Kunsthandwerk aus verschiedensten Materialien.


EINREISE

Touristen aus der Bundesrepublik Deutschland brauchen kein Visum.

Für die Einreise nach Brasilien wird ein gültiger Reisepaß und ein Einreiseformular - "Cartão de Entrada / Saída" - benötigt, das man im Flugzeug ausgehändigt bekommt. Vorsicht mit diesem Formular: die Durchschrift muß beim Verlassen des Landes wieder abgegeben werden, sonst gibt es Schwierigkeiten.
Alleinreisende Jugendliche unter 18 Jahren benötigen zusätzlich eine schriftliche, ins Portugiesische übersetzte, von einem Notar sowie vom zuständigen Konsulat und von beiden Elternteilen, unterschriebene beglaubigte Einverständniserklärung. Diese Erklärung muss mit einem Stempel eines brasilianischen Konsulates versehen sein (Formblätter können bei den Konsulaten angefordert werden).

Zur Einreise benötigen Sie einen noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass (gilt für einen Aufenthalt von 90 Tagen).

Sollten Sie einen längeren Aufenthalt in Brasilien planen, benötigen Sie ein Visum. Dazu sollten Sie folgende Dokumente dem zuständigen Konsulat vorlegen:
- Flugticket oder offizielle Bestätigung der Reiseagentur mit Angabe der Flugnummern und -daten und dass die Reise hin und zurück bezahlt ist;
- Nachweis wie der Aufenthalt in Brasilien finanziert wird z.B. Vorlage von: Kreditkarte, Kontoauszug oder Beschäftigungsnachweis des Arbeitgebers.
- Antragsformular (beim zuständigen Konsulat abholen), ausgefüllt in englischer oder portugiesischer Sprache. Es müssen alle Vornamen eingetragen werden.
- 1 Lichtbild, (kein Automatenfoto), 3 x 4 cm, mit hellem Hintergrund.
- Visagebühr in EUR (diese können Sie beimzuständigen Konsulat erfragen). Für Anträge, die postalisch oder durch dritte Personen gestellt werden, wird eine zusätzliche Gebühr erhoben.
- Einzahlungs- oder Überweisungsbelege sind den Visaanträgen beizufügen.
- Freiumschlag - "Einschreiben", falls der Pass nach Visaerteilung per Post zugeschickt werden soll.

Mit einem Visum sind Touristen berechtigt, sich einmal jährlich für 180 Tage in Brasilien aufzuhalten, die aber auch in 2x90 Tagen aufgeteilt werden können. Bevor die ersten 90 abgelaufen sind, kann der Tourist zur Bundespolizei im jeweiligen Staat eine Verlängerung beantragen.

Zur Sicherheit sollten Sie von Ihrem Reisepass bzw. dem internationelen Führerschein, eine Kopie anfertigen, die Sie getrennt von den Dokumenten aufbewahren.

Bei Verlust des Reisepasses sollte rechtzeitig vor der Rückreise bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung die Ausstellung eines Ersatzdokumentes beantragt werden. Bitte beachten Sie, dass ein neuer Pass nur nach Rückfrage bei der zuständigen Passbehörde im Inland ausgestellt werden kann, was manchmal zu mehrtägigen Verzögerungen führen kann. Steht die Identität des Antragstellers zweifelsfrei fest, kann u.U. kurzfristig ein Reiseausweis als Passersatz mit beschränkter Gültigkeit ausgestellt werden, der allerdings nur zur sofortigen Rückkehr in die Bundesrepublik Deutschland berechtigt.

Bei Verhaftungen sollte auf sofortiger Unterrichtung der zuständigen deutschen Auslandsvertretung bestanden werden.


ELEKTRIZITÄT

Nicht einheitlich geregelt in Brasilien: in Rio und Sâo Paulo kommen 110 V Wechselstrom (60 Hz) aus der Steckdose, in Brasília 220 V Wechselstrom (60 Hz), in Salvador, Manaus und Curitibá 127 V (60 Hz). Wir raten im übrigen zur Mitnahme eines Universaladapters.


FEIERTAGE

- Karneval - die drei Tage vor Aschermittwoch;
- Karfreitag; 21. April - Gedenktag für den Nationalhelden Tiradentes;
- 1. Mai - Maifeiertag;
- Christi Himmelfahrt;
- 7. September - Unabhängigkeitstag;
- 12. Oktober - Nossa Senhora Aparecida;
- 2. November - Allerseelen;
- 15. November - Tag der Republik;
- 25. Dezember - Weihnachten;

an Feiertagen bleiben Banken und Geschäfte auch in Brasilien geschlossen.


FOTOGRAFIEREN

Auch wenn sich die Brasilianer gerne fotografieren lassen, so sollten Sie dennoch vorher grundsätzlich um Erlaubnis fragen oder sich entsprechend durch Gesten verständlich machen. Dennoch ist beim Fotografieren Feingefühl angesagt, insbesondere wenn Sie das an vielen Orten sichtbare Elend dokumentieren wollen; bedenken Sie, daß Sie damit die Würde und die Gefühle dieser Menschen missachten. Fotografieren Sie keine Ordnungshüter oder militärische Anlagen; dies ist verboten!
Passen Sie gut auf Ihr Fotoausrüstung auf. Verstecken Sie Ihren Fotoapparat oder Ihre Videokamera diskret in einer unauffälligen Tasche z.B. eine Plastiktüte oder einem Rucksack!

Filme sollte man von zu Hause mitbringen, da diese in Brasilien bedeutend teurer sind.


GELDWECHSEL

Landeswährung ist seit 1995 der Real (R$). Der Euro ist als Währung in Brasilien ebenso willkommen wie der Dollar. Am einfachsten ist es, in den Wechselstuben (casa de câmbio) Ihre Währung gegen Real einzutauschen (möglichst nicht auf Flughäfen umtauschen, da dort der Kurs ungünstiger ist).

Den aktuellen Wechselkurs erfahren Sie unter:
www.oanda.com/convert/classic

Die Wechselkurse für Traveller-Schecks sind ungünstiger als für Bargeld. Daher sollte man außer der Kreditkarte höchstens ein paar hundert Euro in bar mit auf die Reise nehmen. Traveller-Schecks können bei der Mehrzahl der brasilianischen Banken (Banco do Brasil. Banco Economico, Banco Real, usw. sowie in den Cambitur-Wechselstuben eingetauscht werden, und zwar zum offiziellen Kurs. Zum Einlösen der Schecks ist der Reisepass erforderlich.

Das sicherste Zahlungsmittel ist die Kreditkarte, auch für Geldautomaten. VISA und Mastercard sind am weitverbreitet und werden von der Mehrzahl der Geschäfte, Hotels und Restaurants akzeptiert.

Wichtig: Nehmen Sie nur soviel Geld mit, wie Sie gerade brauchen! Nach dem Umtausch Ihrer Devisen gehen Sie umgehend in Ihr Hotel bzw. Apartment zurück. Gehen Sie nicht spazieren oder einkaufen, insbesondere nicht in den großen Städten wie Rio, Sao Paulo oder Salvador. Unterschätzen Sie niemals die Gefahr eines Diebstahls! Tauschen Sie niemals Geld auf der Strasse insbesondere nicht von Personen, die Sie nicht kennen.

Unser Tipp: Über das System „maestro“ können Sie mit Ihrer EC-Karte an vielen Bankautomaten Beträge von bis zu 1.000 Reais pro Tag abheben.

Devisenbestimmungen:
Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist unbeschränkt. Die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährungen ist ebenfalls unbeschränkt, muß bei der Einreise jedoch deklariert werden


GESUNDHEIT

Nie Leitungswasser oder gar unabgekochtes Wasser im Amazonasgebiet trinken, auch nicht in den Großstädten. Es empfiehlt sich, Mineralwasser mit oder ohne Kohlensäure (Agua mineral com gás oder sem gás) zu trinken.

Reiseapotheke: da es in den größeren Städten in Brasilien eine ausreichende medizinische Versorgung gibt (Arzt oder Apotheke - mit Bereitschafts- und Nachtdienst), benötigen Sie nur Medikamente zur Grundversorgung, z. B. gegen Durchfall, Schmerzen, Wundbehandlung.

Wer auf gewohntes medizinisches Niveau nicht verzichten möchte, ist auf Privatpraxen oder -kliniken angewiesen. Anschriften deutschsprachiger Mediziner sind über das nächstgelegene Konsulat in Erfahrung zu bringen. Wer in Brasilien medizinische Hilfe in Anspruch nimmt, hat dafür meist in bar zu zahlen. Kein Problem, wenn vor der Abreise eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen wurde (Belege aufbewahren!).


GETRÄNKE

Batida ist ein Mixgetränk, in der Regel mit Cachaça. Die gängigste Batida ist die mit Kokosmilch hergestellte Batida de Coco. Aber auch mit anderen tropischen Früchten und auch ohne Alkohol schmeckt eine Batida vorzüglich.

Bier: Brasilianer sind leidenschaftliche Biertrinker. Die beliebtesten einheimischen Marken sind Skol, Antarctica und Brahma. Alle in Brasilien gebrauten Biere sind lecker und leicht bekömmlich. Neben den brasilianischen Biermarken gibt es natürlich auch Importbiere aus der ganzen Welt, also auch deutsches Bier.

Cafézinho: wörtlich "kleiner Kaffee". Der Cafezinho ist DAS Nationalgetränk der Brasilianer! In vielen Hotels, Pousadas oder auch in Behörden erhält man ihn oft kostenlos an Automaten. Oft wird der heisse Kaffee auf den Straßen und auf Märkten von fliegenden Händlern in Thermoskannen an die Passanten verkauft.

Cachaça: aus Zuckerrohr hergestelltes Nationalgetränk, das zu jeder Gelegenheit konsumiert wird.

Caipirinha: wird zubereitet aus zerstampften Limonen und Zucker und Eiswürfel. Darüber wird der Cachaça gegeben.

Fruchtsäfte ("sucos"): Brasilien verfügt über einen schier unerschöpfliches Vorrat an tropischen Früchten. In vielen Bars und Cafés können Sie Säfte aus Mango, Ananas, Banane und vielen anderen Früchten probieren. An fast allen Stränden Brasilien wird ihnen das Wasser frischer Kokosnüsse (agua de coco) oder auch Saft aus dem Zuckerrohr (Caldo de cana) angeboten. Sie sollten auf jeden Fall einmal einen suco probieren; es lohnt sich!

Guaraná: Dieses alkoholfreie Getränk hat seine Wurzeln in Amazonien. Guaraná hat eine belebende Wirkung; es werden ihr aphrodisische Kräfte nachgesagt. Heute wird diese süsse, nach Kaugummi schmeckende Limonade überall als eine Art nationale Coca-Cola verkauft.


IMPFUNGEN - IMPFSCHUTZ

Für Ihre individuelle Gesundheitsfürsorge lassen Sie sich vor Reiseantritt bitte von Ihrem Arzt beraten!
Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen. Die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport nach Deutschland können nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt werden, da diese Kosten von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht erstattet werden.

Cholera-Erkrankungsfälle werden vor allem aus dem Nordosten des Landes, aus dem Staat Pernambuco, gemeldet. Die Infektionsgefahr bei Touristen ist dennoch sehr gering. Sorgfältige Hygienevorsorge ist unerläßlich. Von Passagieren die über den Schiffsweg die brasilianischen Häfen auf Frachtschiffen anlaufen, wird zuweilen der Nachweis einer Cholera-Impfung gefordert. Reisende die durch Luft- oder Landweg nach Brasilien reisen sind von dieser Regelung nicht betroffen.

Eine Impfempfehlung besteht für die Einreise nach: Acre, Amapá, Amazonas, Goiás, Maranhão, Mato Grosso do Sul, Pará, Rondônia, Roraima, Tocantins, sowie bestimmte Regionen in Minas Gerais, Paraná und São Paulo.

Dengue
Mittleres Infektionsrisiko in der Küstenregion

Die Erkrankung wird durch Viren verursacht, die durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen werden. Daher sind sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen unbedingt empfohlen. Eine Impfung gegen Dengue-Fieber existiert nicht.

Gelbfieber
empfohlen
(Auffrischung alle 10 Jahre)

Zu den Gelbfiebergebieten Brasiliens zählen die Staaten Amapá, Amazonas (v.a. Ilha de Marajó), Goiás, Maranhão, Mato Grosso do Sul, Roraima, Pará, Rondônia, Tocantins und bestimmte Regionen von Minas Gerais, Parana und São Paulo. Im Dreiländereck im Grenzgebiet zu Paraguay ist ein Impfschutz gegen Gelbfieber empfohlen, da an der Westgrenze Brasiliens (Rio Grande do Sul) das Gelbfiebervirus in Affen nachgewiesen wurde.

Nach Aufenthalt in einem Land mit Gelbfiebervorkommen (auch bei Reisetransfer durch ein solches Land) oder einem der aufgeführten Länder, wird eine Gelbfieber-Impfbescheinigung bei Einreise verlangt. Ausgenommen sind Kinder unter dem 9. Lebensmonat.

Hepatitis A + B
empfohlen (alle 10 Jahre Auffrischung)

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr, insbesondere für diverse Darminfektionen. Der Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten ist nicht unbedingt ratsam. Eine sorgfältige Nahrungsmittel- als auch Trinkwasser-Hygiene sollte unbedingt durchgeführt werden. Ein Typhus - und Hepatitis - A Impfschutz ist empfohlen.

Malaria
Ein hohes Malariarisiko besteht in den Regenwaldgebieten: Acre, Amapá, Maranhão (im Westen), Mato Grosso (im Norden), Pará (außer Belém City), Rondônia, Roraima und Tocantins. Allgemein hohes Übertragungsrisiko in den Urwaldregionen und landwirtschaftlichen Nutzungsflächen.

Außerhalb dieses Gebietes ist das Malariarisiko sehr gering bzw. nicht vorhanden.

Eine Prophylaxe ist bei Reisen in Malariagebiete grundsätzlich empfehlenswert und kann das Risiko wesentlich reduzieren. Zusätzlich sollte eine Notfallmedikation mitgeführt werden, die bei malariaverdächtigen Symptomen und nicht erreichbarer ärztlicher Hilfe eingenommen wird. Dies sollte jedoch nur eine Notfallmaßnahme bis zum Erreichen ärztlicher Hilfe darstellen.

Welche Malariaprophylaxe (z.B. Resochin, Lariam, Palodrine) die Richtige ist, können Sie bei den deutschen Tropeninstituten erfragen.

Mücken
Insbesondere bei Reisen ins Amazonasgebiet ist ein Mückenschutz unerläßlich. Sofern Sie Exkursionen in den Urwald machen möchten, sollten Sie trotz der feuchten Hitze eine lange Hose und Hemden mit langem Arm tragen. Auch diese Maßnahme dient zum Schutz vor Mücken (und auch vor Sonnenbrand).

Tetanus
Tetanus wird bei Fernreisen grundsätzlich empfohlen (Auffrischung alle 10 Jahre).


KLEIDUNG

Die Brasilianer kleiden sich gerne lässig aber nach dem neuestens modischen Trend. Das "Outfit" genießt in Brasilien besonders bei den Frauen - einen hohen Stellenwert. Allerdings ist die Kleidung auch sichtbares Zeichen des sozialen Standes. Die Brasilianer sind im allgemeinen T-Shirt-Träger, in Schale wirft man sich nur, wenn es notwendig ist, z. B. bei offiziellen Feierlichkeiten oder bei dem Besuch eines gutes Restaurants.

Für Touristen ist leichte Bekleidung empfehlenswert, vorzugsweise aus Leinen und Baumwolle! Denken Sie daran Shorts, T-Shirts, Badehosen, Bikinis und Bermuda, sowie Sandalen und Tennisschuhe einzupacken. Auch die Sonnenbrille nicht vergessen! Zu den anderen Jahreszeiten sind Jacken und Regenmäntel angebracht. Daher den Regenschirm ebenfalls mitnehmen! Falls Ihr Reiseziel Regionen sind, wo der Winter kalt ist und sogar Frost herrscht, sind sogar Wollsachen und Handschuhe angebracht.

Beim Ausflug an den Strand hingegen ist es üblic,h nur die Badekleidung, Badelatschen und ein Badetuch und /oder ein T-Shirt zu tragen, auch dann, wenn man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln durch die halbe Stadt zum Strand unterwegs ist.

Die Strandkleidung vornehmlich der Brasilianerin ist hinlänglich bekannt. Ein Hauch von Nichts auf dem braungebrannten Körper läßt Männer schwärmen und Frauen neidisch werden. Eines ist jedoch in Brasilien verpönt: Oben ohne!


KRIMINALITÄT + VERHALTENSTIPPS

Brasilien ist nicht so gefährlich, wie viele Medienberichte vermuten lassen. Es gilt aber einige simple Sicherheitsregeln zu beachtet. Bedenken Sie immer: Brasilien ist ein armes Land und Sie gehören zu den Reichen! Wenn jemand Sie auf der Terrasse eines Restaurant fragt, ob er den Rest Ihres Essens mitnehmen darf, kommen Sie seiner Bitte nach, denn in Brasilien ist der Hunger groß. Sie sollten dabei beachten, daß solche Belästigungen stets von Not und Armut diktiert werden.

Die Medien in Deutschland neigen leider dazu, die Gewaltkriminalität in Berichten über Brasilien kräftig zu übertreiben. Natürlich gibt es in zunehmendem Maße Kriminalität und es häufen sich die Fälle grausamer Bluttaten, aber von diesen sind zumeist die Schwächsten der Gesellschaft, beispielsweise Straßenkinder oder Bewohner der Slums (Favelas) betroffen. Dahinter steckt nicht selten die Militärpolizei, deren Vergeltungsschlägen oder reinen Willkür bisher kein Ermittler beikommen konnte. Aber auch hier gilt, daß strukturelle Gewalt stets von den Mächtigen ausgeht, und dazu zählen in einem Land wie Brasilien auch ausländische Besucher. Man denke nur an die an Touristenorten verbreitete Kinderprostitution. Entführungen oder Morde an Touristen sind eher selten, Überfälle und Diebstähle dagegen häufiger zu beklagen.

Achten Sie darauf, im Bus stets Kleingeld bereit zu haben. Nehmen Sie niemals große Geldscheine aus dem Portemonnaie oder Brustbeutel. Uhren und Schmuck sollten Sie ebenfalls zu Hause lassen. Überall dort, wo Gedränge herrscht, ist höchste Vorsicht geboten, insbesondere beim Einsteigen in Busse.
Lassen Sie keine Gepäckstücke unbeaufsichtigt! Lassen Sie sich öffentlich auf keine Tauschgeschäfte, insbesondere beim Geldtauschen, ein.

Wertsachen und Papiere im Hotelsafe lassen (nehmen Sie notfalls eine Fotokopie des Reisepasses mit). Benutzen Sie entweder einen Brustbeutel oder besser einen Geldgurt, den Sie am Körper tragen können.

Im Allgemeinen sollten Sie einfache und bescheidene Kleidung tragen. Wer nichts diebstahlwürdiges mit sich spazierenträgt, wird auch nicht bestohlen.

Verhalten bei einem Überfall: nicht den Helden spielen und das Verlangte herausrücken.

Vorsicht beim Fotografieren am Strand: Die Kamera immer dezent im Rucksack oder in einer Tasche mitnehmen, um kein Aufsehen zu erregen.


MIETWAGEN

Mietwagen können Sie beispielsweise direkt in den Flughäfen anmieten. Bei Anmietung oder Rückgabe des Fahrzeuges von einem Flughafen wird eine Flughafengebühr in Höhe von 5% des Mietpreises berechnet!
Nicht inbegriffen ist eine Insassen- und eine Haftpflichtversicherung.

Voraussetzung für die Miete eines Leihwagens ist ein Mindestalter von 21 Jahren, eine mindestens zwei Jahre bestehende Fahrerlaubnis, der Internationale Führerschein und eine Kreditkarte. Beachten Sie, daß in ganz Brasilien die Anschnallpflicht gilt. Seit 1998 gibt es ein neues Strassenverkehrsgesetz, das hinsichtlich der Strafen zu den härtesten der Welt zählt. Fahren Sie nicht mit mehr als 0,6 Promille Blutalkohol und beachten Sie die Höchstgeschwindigkeitsangaben.


POST

Sie können problemlos Postkarten oder Briefe von Brasilien nach Deutschland senden. Diese können allerdings mehrere Wochen unterwegs sein, je nach Absendeort.


REISEZEIT

Wenn Sie aus einem kalten Land kommen, dann reisen Sie nach Brasilien, wenn dort Sommer herrscht. Der Sommer beginnt in Brasilien mit dem Frühlingsanfang am 21. September und endet im März. Falls Sie kalte Orte bevorzugen, landen Sie im Mai in Brasilien, wenn hier der Herbst beginnt! In einigen Regionen im Süden Brasiliens schneit es sogar in den Monaten Juni und Juli. Im Norden ist ganzjährig warmes, tropisches Klima, was nur durch einzelne Kältetage kurz unterbrochen wird.


SPRACHE

Offizielle Sprache ist Portugiesisch mit seinen verschiedenen Dialekten der einzelnen Bundesstaaten.
Englisch wird in den meisten großen Hotels und auf internationalen Flughäfen gesprochen. Deutsch fast nur im Süden Brasiliens. Spanisch wird hingegen häufig von Brasilianern verstanden. Insbesonders derjenige, der in ländlichen Gebieten Brasiliens unterwegs ist, sollte wenigstens einige Brocken der Landessprache kennen. Brasilianer sind meist geduldige Zuhörer, wenn es darum geht einen Fremden zu verstehen. Dennoch sollten Sie Ihrerseits versuchen, sich in der Landessprache zu verständigen; die Brasilianer werden es mit Humor und Sympathie danken. Der Kauf eines guten Sprachführers lohnt sich.


TELEFONIEREN

In jeder Stadt gibt es ein besonderes Telefonamt für Fern- und Auslandsgespräche "Posto Telefônico". Dort nennt man das Land, in das man zu telefonieren beabsichtigt, und erhält dann eine Zelle zugeteilt, um das Gespräch zu führen. Bezahlt wird anschließend. Falls Sie von der Selbstwahl Gebrauch machen möchten, müssen sie zweimal die Null (00) wählen, dann die Vorwahlnummer des Landes und der Stadt (ohne Null) und schließlich die Nummer des Teilnehmers. Um Auskünfte über Auslandsgespräche zu bekommen, müssen Sie die Nummer: 000 333 wählen.

Sie können auch von den Hotels aus ins Ausland telefonieren, dies ist jedoch teurer!

R-Gespräche nach Deutschland lassen sich aus Brasilien führen. Sie müssen von einem Telefonanschluß die Rufnummer: 0800 890 4911 wählen und werden dann mit einer Vermittlung der Telekom in Deutschland verbunden. Dort nennt man den gewünschten Anschluß und wird, wenn das R-Gespräch angenommen wird, anschließend verbunden. R-Gespräche ins Ausland "A Cobrar" können auch von jedem Telefonapparat aus über eine Vermittlung in Brasilien geführt werden. Die Telefonnummer des Fernamtes ist die 000 111.
Ferngespräche innerhalb von Brasilien kann man von den örtlichen Telefonämtern führen, es sei denn, es soll ein R-Gespräch sein. Alles, was man dafür benötigt, sind die Ortsvorwahl, die Rufnummer und ein paar Münzen. Um innerhalb Brasiliens ein R-Gespräch zu führen, müssen Sie zunächst die Nummer 9 und die Anschlussnummer wählen. Dann wird man von einem Anrufbeantworter in portugiesischer Sprache aufgefordert, seinen Namen und den Anschluß zu nennen, von dem man anruft. Anschließend kann der gewünschte Gesprächspartner entscheiden, ob das R-Gespräch angenommen wird oder nicht.

Ortsgespräche
Die öffentlichen Telefone für Ortsgespräche werden scherzhaft "Orelhôes - große Ohren" genannt. An vielen davon kann man Telefonkarten verwenden. Ältere Telefone funktionieren mit "Fichas", den speziellen Telefonmünzen, die man an Zeitungsständen, in Apotheken etc. erstehen kann. Jede Ficha reicht für einige Minuten Ortsgespräch, aber die jeweilige Zeit kann sehr unterschiedlich sein. Wenn die Zeit abgelaufen ist, wird man ohne Vorwarnung unterbrochen. Die Vermittlung erreicht man unter der Rufnummer: 100, die Auskunft unter der Rufnummer 102.

Handys
Nicht alle Deutschen Handys funktionieren grundsätzlich in Brasilien. Mit Ihrer Vodafone -Karte können Sie in Brasilien mobil telefonieren und angerufen werden - in allen GSM-Netzen - mit deren Betreibern Vodafone ein International Roaming-Abkommen vereinbart hat. Auch E-Plus sorgt dafür, in Brasilien auf den gewohnten Komfort beim mobilen Telefonieren nicht verzichten müssen, damit Sie international mobil in Verbindung bleiben.

Eine Alternative wäre sich eine Prepaid-Karte zu kaufen. Je nach Bundesstaat haben Sie die Chance, mit Ihrem Handy einen Provider zu erreichen, der bereits den GSM-Standard verwendet.

Anrufe von Brasilien nach Deutschland
00 + 49 + Ortsnetzkennzahl ohne erste Null + Rufnummer

Einige Vorwahlen

Aracaju 79
Belem 91
Belo Horizonte 31
Brasília 61
Curitiba 41
Fortaleza 85
Foz do Iguaçu 455
Joâo Pessoa 83
Manaus 92
Porto Alegre 512
Recife 81
Rio de Janeiro 21
Salvador 71
Sâo Paulo 11
Vitória 27


TRINKGELD

Trinkgeld ist in der Regel im Bedienungsaufschlag der Rechnung enthalten. Zusätzlich werden etwa 10 % erwartet, z.B. für Portier, Zimmerservice, Gepäckträger 1-2 US$. Bedenken Sie, das die Löhne für Dienstleistungen in Brasilien meist sehr niedrig sind. Viele Kellner sind auf die Einnahmen von Trinkgeldern dringend angewiesen.


UNTERKUNFT

Motels: Die Motels in Brasilien dienen Paaren, die ihren beengten Wohnverhältnissen stunden- oder auch tageweise entfliehen und in häufig extravagantem Rahmen mal so richtig ausspannen möchten, ohne dafür tief in die Tasche greifen zu müssen.

Hotels: In Brasilien gibt es Hotels aller Kathegorien, von luxuriös bis einfach. Die Hotels sind im Verhältnis zu unseren Preisen günstig. Bei fast allen Hotels ist das in der Regel reichhaltige - Frühstück im Preis inbegriffen. Auch Handtücher werden praktisch immer bereitgelegt, selbst in den einfacheren Hotels.

Jugendherbergen (albergues de juventude): fast ausschließlich im Küstenstreifen zwischen Fortaleza und Salvador da Bahia im Nordosten, zwischen Vitória/Belo Horizonte und Sâo Paulo im Südosten sowie zwischen Blumenau und Pôrto Alegre im Süden gelegen. Die meisten brasilianischen Jugendherbergen verfügen sind recht komfortabel und bleiben rund um die Uhr geöffnet, weshalb man auch schon mal bis in die frühen Morgenstunden tanzen kann.

Pousadas: Diese Art Pensionen verfügen oftmals über Zimmer gehobenen oder gar höchsten Komforts in familiärer Atmosphäre. Das Richtige also für alle, denen an Kontakten gelegen ist und die ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis zu schätzen wissen.


VERKEHRSMITTEL

Flugzeug
Für Touristen, die innerhalb weniger Wochen dieses große Land erkunden wollen, ist das Flugzeug unverzichtbar. Die inländischen Fluggesellschaft TAM bietet mit dem BRASIL-AIRPASS ein attraktives Pauschalangebot von 21 Tagen. Der Airpass ist nur von Deutschland aus buchbar, nicht aber in Brasilien selbst.

Busse
Der gegenüber dem Flugzeug preiswertere Bus empfiehlt sich den Reisenden, die viel Zeit für eine ausgiebige Entdeckung des Landes haben. Die Überlandbusse sind sehr bequem und zuverlässig; das Streckennetz gut ausgebaut. Lediglich die Zustände der Strassen, insbesondere während der Regenzeit sind oftmals katastrophal.

Brasilianische Busgesellschaften bieten 3 Arten von Bussen an: normale Busse (convencional genannt), Schlafwagenbusse (leitos) diese sind wesentlich teurer, sind aber klimatisiert und verfügen über weniger Plätze; man kann also prima darin schlafen; überdies werden Kissen und Decken gestellt - und die executivo genannten Luxusbusse, angenehm für Langstrecken bis zu 2.000 km.

Eisenbahn
Züge fahren nur auf den Strecken Rio - Sâo Paulo bzw. zwischen Sâo Paulo - Pantanal oder Brasília. Außerdem brauchen die Züge bedeutend länger als der Bus.


ZEITEN

Die Jahreszeiten in Brasilien sind denen auf der nördlichen Halbkugel zeitlich entgegengesetzt.

Frühling - 22. September bis 20. Dezember
Sommer - 21. Dezember bis 20. März
Herbst - 21. März bis 20. Juni
Winter - 21. Juni bis 21. September

Abhängig von der Jahreszeit - wegen der europäischen und brasilianischen Sommerzeit! - bzw. den brasilianischen Zeitzonen (s.u.) beträgt der Zeitunterschied zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) zwischen 3 und 7 Stunden.

Innerhalb Brasiliens sind auch noch drei Zeitzonen zu unterscheiden:

Zone I (12 Uhr): Brasília, Nordeste, Südosten, Süden, Tocantins und Pará östlich des Flusse Xingu, Amapá
Zone II (11 Uhr): Nordregion westlich des Xingu bis zur Linie Tabatinga-Porto Acre
Zone III (10 Uhr): Acre und der westliche Teil des Bundesstaates Amazonas


ZOLL + GÜTEREINFUHR

Die Einfuhr von persönlichen Gegenständen ist zollfrei. Ausserdem dürfen pro Person je eine Foto- oder Videokamera, Radio, Recorder, Notebook eingeführt werden. Seit der Lockerung der Auslandseinfuhren im Rahmen der Wirtschaftsunion Mercosur gibt es auch für hochwertige Geräte diesbezüglich kaum noch Kontrollen bei Touristen. Ausserdem dürfen Erwachsene zwei Liter alkoholische Getränke; drei Liter Wein, 600 Zigaretten, 25 Zigarren, 280ml Parfum und 700ml Toilettenwasser einführen.
Bei der Rückkehr nach Deutschland dürfen neben dem persönlichen Gepäck 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 100 Zigarillos, zwei Liter Wein und ein Liter Spirituosen bis 22% Alkohol mitgebracht werden. Ausserdem 500g Kaffee, 100g Tee und Geschenke bis zum Wert von ca. 180,00 EUR. Einkäufe aus "Duty-Free-Shops" brauchen nicht verzollt zu werden. Bewahren Sie jedoch alle Quittungen bis zum Verlassen des Landes auf.

Gütereinfuhr:
Falls irgendwelche Produkte oder Konsumgüter als Tourist mitgeführt werden, muss dafür beim Flughafenzoll ein Dokument ausgefüllt, und dieses mit Vorlage des Reisepasses, nachgewiesen werden; bei Ausreise dieses Dokument bei dem Flughafenzoll wieder vorlegen.

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