|
|
|
 |
| KULTUR > Musik |
|
Brasilien, das ist Musik pur. Die Musik ist Lebensgefühl und Lebenskunst zugleich! In ihr vereinen sich nicht nur verschiedene Stilrichtungen; die Musik ist mehr als ein Zusammenspiel europäischer, afrikanischer und indianischer Traditionen. Aus der Verbindung europäischer Musik mit afrikanischem Rhythmus entstanden Musikstile wie der Samba, der Bossa Nova oder Frevo. In keinem Land der Erde nimmt die Musik einen solch hohen Stellenwert ein wie in Brasilien. Der Brasilianer pflegt eine geradezu sinnliche und erotische Beziehung zu ihr. Konzerte der großen Stars wie Daniela Mercury, Ivete Sangalo, Gal Costa, Gilberto Gil, Caetano Veloso u.a. werden wie ein Volksfest zelebriert; jedermann kennt die Texte und singt mit.
Die traditionelle klassische Musik wird in Brasilien verkörpert von Heitor Villa-Lobos (1887-1959). In seinen Werken integrierte er volkstümliche Musikinstrumente in das klassische Orchester. Die Música Popular Brasileira (MPB) zeichnet sich aus durch Klangvielfalt und Formenreichtum. Zu diesen Musikstil zählen der Bossa Nova, die Samba und die Pagode-Musik. In ihr verbinden sich traditionelle europäische Instrumente - Gitarre, Klavier und Flöte - mit den unterschiedlichsten Rhythmusinstrumenten (Trommeln, Tamburine, Rasslen, die Triangel und die Cuíca, eine Art Trommel, die durch Reibung Töne erzeugt). Zum Durchbruch des Bossa-Nova verhalfen Anfang der sechziger Jahre Vinicius de Moraes (Texter und Poet - 1913-1980) und insbesondere der Komponist Tom Jobim (1927-1994) mit Ihrem Lied vom "Girl from Ipanema" (Garota de Ipanema). Dieses Lied weckte damals weltweit Interesse an brasilianischer Musik.
Unter der Diktatur der Miltiärs der späten sechziger Jahre brachten die Tropikalisten, unter ihnen Caetano Veloso, Gilberto Gil und Gal Costa system- und sozialkritische Elemente in die brasilianische Musik. Unter dem Einfluß der damaligen Entwicklung der internationalen Popmusik vom Rock 'n' Roll über die Beatles bis hin zu Jimi Hendrix wurde eine neue Musik kreiert.
Bekannteste Stilrichtung brasilianischer Musik ist die Samba mit ihren verführerischen Rhythmen. Die Brasilianer hören und tanzen nicht nur die Samba, sie leben sie. Insbesondere im Karneval wird sie geradezu zelebriert,
Im Nordosten ist der Forró sehr beliebt. Der Forró ist ein Volkstanz, der von Fußstampfen begleitet wird. Akkordeon, Flöte, Gitarre und Schlaginstrumente sind die Instrumente die diese Musik zum Leben verhelfen. Ebenfalls aus dem Nordosten stammt der Frevo, der wegen der hohen Spagatsprünge eine gute Körperbeherrschung verlangt. In Rio ist die Pagode-Musik sehr populär sowie der international bekannte Lambada. Bahia dagegen ist das Zentrum der Axé-Musik.
|
 |
|
|
|
|
|
 |
|
|