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GEOGRAPHIE
Das Territorium von Brasilien besteht zu 49 % aus den Ebenen des Amazonasbeckens, des Pantanal, der Pampa im Süden und der 7.367 km langen Küste entlang des Atlantik sowie zu 51 % aus Hochplateaus.
Zwei grosse Flusssysteme bestimmen die Versorgung des Landes mit Süsswasser: der Amazonas (als wasserreichster Fluss der Erde) und der Rio Paraná. Der höchste Berg ist der an der brasilianisch-venezolanischen Grenze gelegene Pico da Neblina mit 3.014m.

Brasilien ist in fünf Großräume unterteilt:

Der Norden:
Der Norden ist Brasiliens Waldgebiet und damit Lebensraum der wenigen in Brasilien noch existierenden Indianerstämme. Es umfasst 42% des Landes und umfasst die Staaten Amazonas, Pará, Rondônia, Acre, Tocantins, Amapá und Roraima. Die bedeutendsten Städte der Region sind die Hauptstädte Manaus (Amazonas) und Belém.

Der Nordosten:
Der Nordosten ist das Armenhaus Brasiliens. Hier treffen kolonialer und afrikanische Einfluss aufeinander. Er besteht aus den Staaten Maranhão, Piauí, Ceará, Rio Grande do Norte, Paraíba, Pernambuco, Alagoas, Sergipe und Bahia. Zu den bedeutensten Städten gehören die ehemalige Hauptstadt Brasiliens Salvador, Recife (das "Venedig Brasiliens"), Fortaleza und São Luis.

Der Mittlere Westen:
Zu dieser Region im Zentrum Brasiliens gehören Brasilia – als Bundesdistrikt -, Goiás, Mato Grosso und Mato Grosso do Sul. Die bedeutensten Städte neben Brasilia sind Cuiaba und Goiás. In dieser Region liegt das Pantanal, das größte Sumpfgebiet der Erde.

Der Südosten:
Der Südosten ist der am meisten entwickelte Teil Brasiliens; hier lebt etwa 43 % der brasilianischen Bevölkerung. Er umfasst die Bundesstaaten Rio de Janeiro, São Paulo, Minas Gerais und Espirito Santo. Hier werden ungefähr zwei Drittel der gesamten industriellen Produktion Brasiliens erwirtschaftet.

Der Süden:
Der Süden ist der europäische Teil Brasiliens. Hier macht sich besonders ein durch deutsche und italienische Einwanderer geprägter Einfluss bemerkbar. Die Staaten Paraná, Santa Catarina und Rio Grande do Sul gelten im Gegensatz zu den übrigen Bundesstaaten als wohlhabend.

Brasilien ist mit einer Fläche von 8,5 qkm der fünfgrösste Staat der Erde und das grösste Land Südamerikas. Es ist etwa 24 Mal grösser als die Bundesrepublik Deutschland und nimmt fast das Doppelte der Fläche Europas ein bzw. 47% des südamerikanischen Kontinents.
Das Land erstreckt sich von 5° 17`nördlicher Breite bis 33° 45`südlicher Breite sowie von 34° 46`bis 74° westlicher Länge.

Zehn Nachbarstaaten grenzen an Brasilien: im Norden an das französische Übersee-Departement Französisch-Guayana sowie die Länder Surinam, Guayana, Venezuela und Kolumbien; im Süden an Uruguay und Argentinien; im Westen an Paraguay, Bolivien und Peru. Ecuador und Chile besitzen als einzige Staaten des südamerikanischen Kontinents keine gemeinsame Grenze mit Brasilien.
Mit seinen unmittelbaren Nachbarn verbindet Brasilien eine Grenze von 15.700 Kilometern.


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BEVÖLKERUNG
Brasilien hatte am 08.07.2003 nach offiziellen Angaben 176.875.347 Einwohner.
Etwa 90% der brasilianischen Bevölkerung lebt auf etwa einem Drittel der Fläche Brasilien, die meisten davon in den Ballungszentren an der Küste, wie Rio de Janeiro (ca. 13 Mio.) oder São Paulo (ca. 20 Mio.).
Brasilien ist ein Land mit ausgesprochen junger Population: etwa 35 % der Bevölkerung ist jünger als 15 Jahr, nur 5 % sind älter als 60 Jahre.
Brasilianer sind ein ethnisch gemischtes Volk. 55 % sind Weisse (europäischer Abstammung), 39 % sind Mischlinge von Weißen und Schwarzen (Mulatos) und Weißen mit Indios (Cabocols), 5 % sind Schwarze sowie 1 Mio. Menschen mit japanischer Abstammung.

SPRACHE
Amtssprache ist Portugiesisch. Indianische und afrikanische Sprachelemente haben im Laufe der Zeit Einfluss auf die portugiesische Sprache genommen und wurden im täglichen Sprachgebrauch integriert.

RELIGION
Brasilien ist das größte katholische Land der Erde. Mehr als drei Viertel der Brasilianer bekennen sich - offiziell - zum katholischen Glauben, wobei viele Katholiken gleichzeitig Anhänger der afro-brasilianischen Religionen (Umbanda) und Kulte (Candomblé) sind.
Andere Religionen wie der Protestantismus, der Buddhismus, Islam usw. werden – wenn auch in wesentlich geringerem Ausmaß – ausgeübt.

STAAT UND VERWALTUNG
Brasilien ist seit 1889 eine föderative Präsidialrepublik – offiziell "República Federativa do Brasil". Sie gliedert sich in 26 Bundesstaaten und den Bundesdistrikt mit der Hauptstadt Brasilia (seit 1960).
Der Präsident wird seit 1995 direkt vom Volk für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt. Ihm werden große Vollmachten eingeräumt.

Das Parlament setzt sich aus dem Abgeordnetenhaus und dem Senat zusammen. Für beide Kammern werden die Mandatsträger ebenfalls direkt vom Volk gewählt.
Die Staatsflagge Brasiliens symbolisiert mit den Farben blau, grün und gelb. Blau steht für den Himmel, gelb erinnert an den früheren Reichtum an Gold und grün ist die Farbe der Tabak und Kaffeeblätter. Die 27 Sterne stehen für die 27 Bundesstaaten Brasiliens. In der Mitte steht der Wahlspruch "Ordnung und Fortschritt" (ordem e progresso).

KLIMA
Da Brasilien auf der Südhalbkugel liegt, verhalten sich die Jahreszeiten dort etwas anders als bei uns. Sommer ist von Dezember bis März. In Rio und Sâo Paulo kann es dann sehr heiß werden; in Rio führt die höhere Feuchtigkeit schon mal dazu, daß der Karneval im Februar verregnet ist. Dagegen ist der »Winter« von Juni bis September eine Jahreszeit mit angenehmen Temperaturen von tagsüber 15° bis 25° C und nachts 12° bis 18° C. In den südlichen Staaten fällt das Thermometer noch tiefer; die Nachttemperaturen können dan schon einmal den Gefrierpunkt erreichen.

In den äquatornahen Staaten des Nordostens sind die Temperaturen von Juni bis September erträglich. In Belém, im Bundesstaat Amazonas unterscheidet man zwei klimatische Phasen: die Regenzeit von Januar bis Juni mit sintflutartigen Regenfällen und die darauffolgende Trockenzeit von Juni bis Dezember mit wenig Niederschlag und milden Temperaturen.
Brasilien läßt sich in zwei Klimazonen einteilen, wobei sich je nach Höhenlage Temperaturunterschiede ergeben:

• einen tropischen Norden mit immerfeuchtem Regenwald (in Amazonien sowie im Küstenstreifen zwischen Recife und Florianópolis, der Mata Atlântica), einem Feuchtsavannenklima (Planalto Central) und einem wechselfeuchten bis halbwüstenartigen Trockensavannenklima (Sertâo)

• einen warmgemäßigten, subtropischen Süden. Nur eine Übergangszone im äußersten Süden läßt einen spürbaren jahreszeitlichen Wechsel erkennen.

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